Die Presse schrieb über unser Jubiläum

Lübecker Nachrichten, 06.Juni 2009

Zweifaches Jubiläum, einfache Leidenschaft

Um Musik dreht sich heute alles in der Trittauer Wassermühle - wie auch im Leben der Gastgeberin.

Von Kerstin Kuhlmann-Meincke

Trittau - Musik ist ihr Lebenselixier: Christiane Juhnke, diplomierte Gitarristin und Leiterin der Musikschule "Concertino" in Trittau, kann nicht ohne. Seit 25 Jahren unterrichtet sie in Trittau und Umgebung musikinteressierte Schülerinnen und Schüler, seit zehn Jahren in Ihrer eigenen Musikschule. Gleich zwei Gründe zu feiern, und dies in einem speziellen Rahmen: Heute lädt Christiane Juhnke gemeinsam mit Schülern und Musiklehrern von "Concertino" zum Jubiläumskonzert in die Trittauer Wassermühle.

Um 10 Uhr beginnt der Tag, an dem sich alles um Juhnkes Lebensmotto dreht. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihr Können, Interessierte finden Raum und Möglichkeiten, Instrumente auszuprobieren und kostenlosen Unterricht zu genießen.

Vielleich ist es bei dem einen oder anderen dann so, wie bei Juhnke selbst: "Mit zehn Jahren fing ich an, Gitarre zu spielen", erinnert sich die 49-Jährige. "Und konnte nicht mehr aufhören." In Berlin aufgewachsen, studierte sie später am Hamburger Konservatorium und wurde Diplommusiklehrerin. An der Hochschule für Musik absolvierte sie zudem eine Solistenausbildung - natürlich mit der Gitarre. Bereits während des Studiums gab sie Unterricht. "Ich habe mein Pferd damit finanziert", erinnert sich die Musikerin,

Musik bedeutet Christian Juhnke (49) alles

"die gemeinsam mit Angela Maack lange als "Duo Ambiente" unterwegs war - und gerade überlegt, das Gitarren-Duo wieder aufleben zu lassen.

Rund 170 Schüler/innen unterrichtet Juhnke in ihrer Musikschule, unterstützt von anderen Musiklehrern. Geboten wird der Musikgarten, die musikalische Früherziehung, Instrumentenmix sowie die Einzelinstrumente Gitarre, Flöte, Klavier und Keyboard. Seit 2006 können auch die Kinder in der Betreuung des Blauen Hauses das Angebot wahrnehmen. Und seit letztem Jahr bietet die Schule einen Kursus in der offenen Ganztagsschule an.

Juhnke muss umtriebig sein. Denn gerade durch die Angebote der offenen Ganztagsschule stellt sie sich die Frage, ob die Kinder noch die Zeit haben, nachmittags in die Musikschule zu gehen. "Es ist viel in Bewegung. Man muss schauen, wie Musik insgesamt bewertet wird.", so Juhnke. Musikalisch ist sie offen für alles. "Musik ist unendlich vielseitig, Musik ist etwas, was einen in unterschiedlichen Phasen und Situationen begleitet." Sie blickt gespannt in die Zukunft und hofft, noch viele Schülerkonzerte geben zu können.

Trittauer Markt, 10.Juni 2009

Musikschüler zeigten ihr Können in der Wassermühle

Erfolgreiches Jubiläumskonzert der Musikschule Concertino

Trittau (mp). Es scheint immer aufregend und schön zugleich zu sein, wenn junge Musikanten Musiker ihre oft mühsam erlernten Noten, ihre Fingerfertigkeit und irgendwann fertigen Stücke öffentlich vorspielen können. Nich jeder ist auf Anhieb mutig, aber dann tun sie es gerne, denn das Üben lohnt sich doch mehr, wenn ein Ziel angestrebt wird, um das Ergebnis bei einem Konzert zu präsentieren.

Bei den Schülerkonzerten der Musikschule Concertino haben die jungen Künstlerinnen und Künstler immer ein großen Publikum. Mit viel Freude und höchster Konzentration boten sie vielfältig musikalische Unterhaltung, ein Gefühl der Zufriedenheit war ihnen nach dem jeweiligen Auftritt anzumerken. Bei einer Jubiläumsveranstaltung feierte Christiane Juhnke in der Wassermühle 25 Jahre Schülerkonzerte und das zehnjährige Bestehen ihrer Musikschule Concertino. Mit ihren sechs jeweils jeweils in ihren Fächern ausgebildeten Musiklehrerinnen und -lehrern bot sie einen Einblick in die Arbeit. Klassenvorspiele gab es bei Jan Friederichsen, Marina Ehrlichmann und Bernhard Rusam am Klavier sowie an der Gitarre mit Christiane Juhnke und Jörn Remde. Sie alle hatten ein Programm jeweils unter einem eigenen Motto gestaltet. Wer einmal Musikunterricht "schnuppern" wollte, bekam bei Katrin Mull im "Musikgarten" und bei Jörn Remde an der "Gitarre" entsprechende Anleitung. Im Gesangsworkshop gab Jenny Li Ouw Hinweise zum vielfältigen Einsatz der eigenen Stimme und der Kreativität für eigene Musikstücke war in der Kompositionswerkstatt unter der Anleitung von Marina Ehrlichmann keine Grenzen gesetzt.

Für große Begeisterung sorgte das Basteln von Rhythmusinstrumenten: Kronkorken auf Holzleisten befestigt wurden um Schellenkranz, in Kunststoffeier gefüllt Reiskörner zur Rassel und Papierrollen zum Stimmenverzerrer. Die Konzerte waren auf dem Mahlboden der Wassermühle zu hören. Vor großer Besucherzahl und begeistertem Applaus gab es bei dem bunten Programm auch Werke großer Komponisten zu hören, darunter das Scherzo C-Dur von Anton Diabelli für Klavier vierhändig, von Edvard Grieg einen Norwegischen Tanz, eine Etüde von Carl Czerny, ein Menuett aus dem Notenbüchlein von Anna Madgalena Bach, den Schneewalzer und vieles mehr. Mit seinen Gitarrenschülern stellte Jörn

Jörn Remd hat mit seinen Gitarrenschülern das Hörspiel "Kommissar Schnuppernase" aufgeführt, bei dem die Gitarren zu unterschiedlichsten Tönen und Geräuschen in der Lage waren.

Remde das Hörspiel "Kommissar Schnuppernase" vor. Beim genauen Aufeinanderhören und ihren unterschiedlichen Einsätzen holten die Spieler eine ganze Palette von Tönen und Geräuschen aus dem Saiteninstrument heraus. Danach spielte ein Duo spanische Klänge und für Solo-Gitarre eine Bearbeitung von Mozart. Im Erdgeschoß der Wassermühle dokumentierten Stellwände die Aktivitäten der

Musikschule mit dem Einblick in den Musikunterricht, den Aufführungen, von den Musikfreizeiten nach Spanien und Frankreich, der Teilnahme an Wettbewerben und von den Schülerkonzerten, die vor 25 Jahren im Bugenhagenheim ihren Anfang nahmen. Mit wachsender Schülerzahl musste Christiane Juhnke Ausschau halten nach größeren Räumlichkeiten, es boten sich das Bürgerhaus, danach die Gemeindeverwaltung und später das Gymnasium Trittau an. Bereits seit einigen Jahren ist die Wassermühle der geeignete Ort. Damit alle Schüler Gelegenheit zum Vorspiel haben, finden die Schülerkonzerte mit großem Zuspruch dann jeweils über drei Tage statt. Für einen weiteren geselligen Teil war im Außenbereich ein Zelt mit verschiedenen Ständen aufgebaut, an denen Gegrilltes sowie Crépes, Kuchen und Getränke angeboten wurden. "Wir blicken gespannt in die Zukunt und hoffen auch weiterhin, noch viele schöne Schülerkonzerte zu veranstalten", freute sich Christiane Juhnke über diesen Tag.